{"id":1321,"date":"2015-04-12T11:14:08","date_gmt":"2015-04-12T09:14:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textloft.de\/dasblog\/?p=1321"},"modified":"2017-02-06T14:21:29","modified_gmt":"2017-02-06T12:21:29","slug":"ausgleich-und-regeneration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.textloft.de\/dasblog\/ausgleich-und-regeneration\/","title":{"rendered":"Ausgleich und Regeneration"},"content":{"rendered":"<p>Schon einige <a href=\"https:\/\/www.textloft.de\/dasblog\/im-rhythmus-der-landschaft\/\">Male<\/a> habe ich hier im Blog erw\u00e4hnt, wie intensivere Arbeitsphasen, insbesondere im Falle von komplexeren Blockauftr\u00e4gen, den <a href=\"https:\/\/www.textloft.de\/dasblog\/zuruck-in-den-alltag\/\">Alltag<\/a> ver\u00e4ndern, ja ganz und gar abschalten, und K\u00f6rper und Geist auf eine harte Probe stellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Geht eine solche Zeit zu Ende, ist dementsprechend Regeneration n\u00f6tig. Es gibt viele Wege, wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen. Manche finden im Sport, im Faulenzen oder schlicht in einem Kurzurlaub den n\u00f6tigen Ausgleich, andere bevorzugen Haushalts- und Gartenarbeiten oder die Pflege eines bestimmten Hobbys. Ausschlafen, gesunde Ern\u00e4hrung und viele Stunden an der frischen Luft sind nat\u00fcrlich w\u00fcnschenswert.<br \/>\nDoch der Idealfall ist nicht immer zu verwirklichen&nbsp;&ndash; sei es, dass die freie Zeit bis zum n\u00e4chsten Auftrag sehr begrenzt ist, dass das Wetter nicht mitspielt oder das Bankkonto sich vehement und unvers\u00f6hnlich gegen den Traum eines Tapetenwechsels ausspricht.<br \/>\nFreie und erst recht schreibende Freie wissen nur zu gut, dass Auftr\u00e4ge keinem idealen theoretischen Zeitplan folgen und Selbstbestimmung bis zu einem gewissen Grad als illusorisch betrachtet werden muss. Jeder muss deshalb Strategien entwickeln, die ihm die bestm\u00f6gliche Erholung mit den einfachsten Mitteln bieten.<\/p>\n<p>Wenn ich Hunderte von Stunden unaufh\u00f6rlich und mit der mir h\u00f6chstm\u00f6glichen Geschwindigkeit tippend vor dem Laptopbildschirm verbracht habe, gibt es viele Dinge, nach denen ich mich sehne. Es sind haupts\u00e4chlich einfache Freuden: Zeit, meinen T\u00f6pfchengarten zu pflegen, einem Rotkehlchen beim Baden zuzuschauen, das Spiel eines Sonnenstrahls in den Zweigen eines erbl\u00fchenden Baumes zu beobachten, am Abend ein gutes Buch zu lesen, geh\u00f6rt zu diesen harmlosen W\u00fcnschen. Doch so anspruchslos sie klingen m\u00f6gen, auch sie sind nicht immer zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die k\u00f6rperliche und geistige Regeneration aber beginnt mit einem schlichten Schritt: analoges Schreiben.<br \/>\nDas Notizbuch, der Kugelschreiber und der Bleistift in meiner Hand bringen Ruhe in meine Gedanken, entspannen den K\u00f6rper. Die Freiheit, mich vom unbestritten n\u00fctzlichen und effizienten, jedoch ungeliebten Computer fernzuhalten und der sinnlichen, genussvollen Art des Schreibens hingeben zu d\u00fcrfen, schenkt mir den intimen R\u00fcckzug, der wirkliche Erholung bedeutet. Neudeutsch hei\u00dft das: &#8222;Entschleunigen&#8220;. Tats\u00e4chlich f\u00fchlt es sich wie Urlaub an. Mit der Hand zu schreiben, ist schlichtweg &#8222;das Gegenteil von Arbeit&#8220;, und selbst wenn ich dabei einen Blogartikel entwerfe, nehme ich vor allem die Leichtigkeit des Privaten wahr.<\/p>\n<p>Altmodisches Papier, Stift und Handschrift sind f\u00fcr mich Werkzeug und Ausdruck des Selbstbestimmten. Und nichts tut einem so gut, wie die M\u00f6glichkeit, zu tun und zu lassen, was man m\u00f6chte. Ist es nicht gerade die Definition von Urlaub?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon einige Male habe ich hier im Blog erw\u00e4hnt, wie intensivere Arbeitsphasen, insbesondere im Falle von komplexeren Blockauftr\u00e4gen, den Alltag ver\u00e4ndern, ja ganz und gar abschalten, und K\u00f6rper und Geist auf eine harte Probe stellen k\u00f6nnen. Geht eine solche Zeit zu Ende, ist dementsprechend Regeneration n\u00f6tig. Es gibt viele Wege, wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen. 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