{"id":1259,"date":"2010-03-07T16:25:44","date_gmt":"2010-03-07T14:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textloft.de\/dasblog\/?p=1259"},"modified":"2017-02-06T14:28:26","modified_gmt":"2017-02-06T12:28:26","slug":"ein-text-ist-kein-reinigungsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.textloft.de\/dasblog\/ein-text-ist-kein-reinigungsmittel\/","title":{"rendered":"Ein Text ist kein Reinigungsmittel"},"content":{"rendered":"<p>TextLoft wirbt mit eindeutigen Botschaften. Begriffe wie Exklusivit\u00e4t, Differenziertheit und Individualit\u00e4t stehen im Vordergrund aller PR-Ma\u00dfnahmen und auch dieses Blog l\u00e4sst Zweifel gar nicht erst aufkommen. Zahlreiche plastische bis drastische Vergleiche mit namhaften Vertretern der Haute-Couture und des Designs sowie konkrete Anlehnungen an Bereiche der Innenarchitektur machen deutlich, in welcher Welt sich der potenzielle Interessent hier bewegt. <\/p>\n<p>Mag die wiederholte Betonung der Qualit\u00e4tsma\u00dfst\u00e4be und des Selbstverst\u00e4ndnisses des Unternehmens mitunter \u00fcberheblich, realit\u00e4tsfremd und nicht zuletzt penetrant anmuten, sie \u00e4ndert nichts daran, dass auch der Textkunde heutzutage in erster Linie Verbraucher ist und als solcher l\u00e4ngst verinnerlichte Verhaltensmuster schlecht ablegen kann. Erstaunlicherweise betrifft dies weniger die Preisverhandlungen, die in den meisten F\u00e4llen fair und angemessen verlaufen, oder die Suche nach dem g\u00fcnstigsten Angebot als vielmehr ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis der Ware &#8222;Text&#8220;.<br \/>\nW\u00e4hrend das TextLoft durch Namen, Motto, optisches Erscheinungsbild und erkl\u00e4rte Positionierung eine im deutschen Sprachraum einzigartige Dienstleitung anbietet, die sich weder in Kategorien noch in Brancheneinteilungen ausdr\u00fccken l\u00e4sst, geht aus vielen Anfragen hervor, dass oft weniger ein Luxusprodukt denn eine Allzweckwaffe angestrebt wird. Erzielt werden soll etwas, das sich am besten f\u00fcr die Homepage, verschiedene Flyer, Handzettel und Anschreiben verwenden l\u00e4sst. All-in-One.<\/p>\n<p>Das Anliegen ist verst\u00e4ndlich und hat am seltensten mit \u00f6konomischen Beweggr\u00fcnden zu tun.<br \/>\nDie Werbung zeigt es &#8211; wir k\u00f6nnen heute mit einer einzigen Flasche in der Hand Bad, K\u00fcche, Fenster, Fernseher und M\u00f6bel mit modernen Oberfl\u00e4chen erfolgreich von Staub und Keimen befreien und sie sogar zugleich zum Gl\u00e4nzen und Duften bringen.<br \/>\nDer Gedanke hat einen Sch\u00f6nheitsfehler: Ein Text ist kein Reinigungsmittel.<\/p>\n<p>Flyer etwa bestehen aus einer Titelseite und f\u00fcnf beschriebenen Spalten. Das Format impliziert nicht nur eine Begrenzung der Gesamtl\u00e4nge, es macht auch eine ausgewogene Auf- und Verteilung der Inhalte erforderlich, die nicht nur von der Papierh\u00f6he, sondern auch von der Reihenfolge bedingt wird, in der der Prospekt aufgefaltet und gelesen wird. Ebenso gen\u00fcgt es nicht, f\u00fcr ein Anschreiben an eine pr\u00e4zise Zielgruppe die eher allgemeinen Informationen einer Internet-Pr\u00e4senz einfach auf Briefpapier einzukopieren. Form und Inhalt sind in der Textarbeit nicht von einander zu trennen, das Medium ist Grundlage und Kontext einer jeden Konzeptentwicklung. Auch die Wahl von Papier, Farben, Abbildungen und Schriftbild geh\u00f6ren zu den Faktoren des Texterfolgs. Genau so wie eine sehr sch\u00f6ne Frau durchaus l\u00e4cherlich erscheinen kann, wenn sie overdressed ein Fl\u00fcchtlingslager besucht oder underdressed auf einem offiziellen Empfang auftritt, muss der Text dem Anlass angemessen sein, f\u00fcr den er verwendet wird.<\/p>\n<p>TextLoft bietet Texte jenseits des Allt\u00e4glichen an \u2013 Unikate und Sammlerst\u00fccke, keine f\u00fcr alles taugliche Spr\u00fchflasche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TextLoft wirbt mit eindeutigen Botschaften. 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