Weihnachtszeit ist Lesezeit

Jedes Jahr aufs Neue nutze ich die freie Zeit, die die Weihnachtstage und der Leerlauf bis zum Neuen Jahr mit sich bringen, für ausgedehnte Lesestunden. Das Telefon bleibt stumm, der Computer bleibt ausgeschaltet, so dass ich vom aufdringlichen Erklingen der mit dem Eintreffen neuer eMails verbundenen Melodie verschont bleibe, die Witterung lädt zuverlässig dazu ein, die Flucht nach draußen auf andere Art zu ergreifen.
Zu den Werken, die dieses Jahr die Woche zwischen den Feiertagen zu einem erholsamen Erlebnis werden lassen sollten, gehörten insbesondere Umberto Ecos „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“ und Jan Assmanns Abhandlung „Die mosaische Unterscheidung“. Obwohl Ersteres 2004 in deutscher Sprache (und in zweiter Auflage 2006) erschien, ist es ebenso wie der 2003 veröffentlichte Essay in alter Rechtschreibung gedruckt. Dank und Bewunderung sollten beiden Verlagen gezollt werden, die einen Mut und eine Konsequenz beweisen, die ich mir aus kommerziell-wirtschaftlicher Sicht in diesem Blog leider nicht leisten darf.