06/11/15

Einladung zum Textprojekt „Traum des Tages“

TextLoft hat heute auf Twitter ein neues Hashtag eingefügt und eingeführt: Unter #Traumdestages werden ab jetzt regelmäßig kleine Einträge verfasst, die den jeweiligen Traum des Tages, also einen kleinen Wunsch in eigener Sache, der sowohl Arbeit als auch Privates oder Allgemeines, Aktuelles oder Vergangenes betreffen kann, wiedergeben. Das Hashtag und die entsprechenden Wunschträume können durch andere Hashtags ergänzt werden, oder aber ganz für sich stehen. Geplant ist langfristig die Umsetzung als Textkunstprojekt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Leser dieses Hashtag und das Projekt bekannt machen würden, und viele dieses Hashtag benutzen, um auch ihre kleinen und großen Träume des Tages zu teilen. So können wir gemeinsam auf Twitter an einem abwechslungsreichen und spannenden Textprojekt arbeiten.

05/17/15

Statement & Wirklichkeit

Dass bildende Künstler auf ihrer Website ein Statement haben, wird im Allgemeinen als selbstverständlich betrachtet. Es dient – vereinfacht ausgedrückt – dazu, die Motivation und die Idee hinter dem Werk besser zu verstehen und dieses dadurch besser zu „lesen“.
Von einem Texter wiederum wird erwartet, dass seine Homepage in erster Linie einen potentiellen Kunden davon überzeugt, dass er hier die Lösung für seine Textprobleme oder -aufgaben gefunden hat.

Im TextLoft aber ist es anders: Obgleich Textarbeit gemeinhin als Dienstleistung aufgefasst wird, befasst sich die Startseite der Internetpräsenz nicht mit einem konkreten Angebot und sie ist nicht werblich orientiert. Damit steht sie in krassem Widerspruch zu den elementarsten Regeln des heutigen Marketings, nach denen die sog. Landing Page dazu dienen soll, den Besucher mit so vielen unwiderlegbaren Argumenten und Problemlösungen zu konfrontieren, dass er sich nicht wehren kann und das Gefühl bekommt, ihm könne nirgendwo sonst so effizient, unkompliziert und professionell geholfen werden wie hier.
Tatsächlich ist TextLofts auf den ersten Blick kontraproduktive Eingangsseite weder eine Ungeschicklichkeit noch ein grober Marketingfehler, sondern das Ergebnis sorgfältiger Abwägungen und ein sehr bewusstes Vorgehen.

Diese Entscheidung mag verwundern, aber sie wird vielleicht verständlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, was genau der Sinn einer Internetseite sein soll.
Eine Website dient natürlich dazu, die vom jeweiligen Unternehmen angebotenen Produkte oder Leistungen vorzustellen. Parallel dazu ist es aber auch ihre Aufgabe, über sekundäre Merkmale wie Layout, Ansprache und weitere psychologische Mechanismen dazu beizutragen, die Zielgruppe zu definieren und einzugrenzen. Sie beantwortet also nicht nur die Frage „Was wird hier angeboten?“, sondern ebenso die Frage „Für wen ist dieses Angebot eigentlich gedacht?“ Die eine ist mit der anderen deshalb untrennbar verbunden, weil ein Produkt nichts wert ist, wenn man versucht, es an die falschen Personen zu verkaufen.
Je größer und allgemeiner zusammengesetzt der mögliche oder gewünschte Kundenkreis ist, um so konkreter kann und sollte die Homepage sein: Fakten, Daten, Preise, Anwendungen, Versprechen, Lösungen und Vorteile sind für alle Produkte und Leistungen wichtig, die von vielen gebraucht werden – sei es von Endverbrauchern oder von Unternehmen.
Für Texter, die die Frage „Für wen ist dieses Angebot eigentlich gedacht?“ mit den Worten beantworten: „Für alle, die Texte für PR und Werbung brauchen“, ist eine Landing Page mit lösungsorientiertem Ansatz sinnvoll, ja unerlässlich.

TextLoft wiederum wendet sich bewusst nicht an Kunden, die Texte benötigen, sondern an Kunden, die aus einem bestimmten Grund und für einen bestimmten Anlass – wobei „Anlass“ hier im weitesten Sinne zu verstehen ist und sowohl private als auch berufliche, gewerbliche und kaufmännische Belange bezeichnen kann – einen besonderen Text möchten und suchen. TextLoft bietet nicht die Antwort auf einen Bedarf oder eine Notwendigkeit, sondern auf einen Wunsch, ein Begehren.
Die erste Seite der Website von TextLoft stellt deshalb keine Leistungen vor, weil es nicht ihre Aufgabe ist, einen noch zweifelnden potentiellen Kunden zu überreden. Sie beginnt mit einer Idee, einem Konzept, einer Anschauung, einem Statement, weil sich so TextLofts Zielgruppe umreißen lässt:
Ich schreibe nicht für Menschen, die einen praktischen Text brauchen, sondern für Menschen, die sich oder ihrem Unternehmen einen schönen Text gönnen möchten.
Ich schreibe für Unternehmen, die selbst ihren Kunden keine bloßen Fakten, Daten, Zahlen verkaufen, sondern Bilder, Träume, Fantasie, Atmosphäre und die Erfüllung von Wünschen bieten.
Ich schreibe für alle, die meinen Textgeschmack und meine ästhetischen Wertvorstellungen teilen und sich deshalb wünschen, dass ausgerechnet ich für sie schreibe.

Dieses Statement ist nicht nur Theorie. Seine Umsetzung in der Wirklichkeit bedeutet für Unternehmen die Möglichkeit, die Texte, die sie nach außen vertreten, mit derselben Sorgfalt und Differenzierung auszusuchen, wie sie es für ihre Visitenkarte, die Ausstattung ihrer Büroräume oder ihr eigenes Erscheinungsbild tun, und jenseits aller Schönrederei und Argumentierungen das auszusuchen, was ihnen wirklich gefällt und entspricht.

11/16/14

TextLoft aktuell

Nach einem aufregenden und manchmal aufreibenden Herbst voller Neuerungen und Pläne ist nun die Zeit für eine erste Zwischenbilanz gekommen – und sie ist erfreulich.

Die Neugestaltung und Neuausrichtung der Homepage und des Blogs waren viel mehr als nur eine optische turnusmäßige Modernisierungsmaßnahme. Sie haben dazu beigetragen, TextLoft konkreter und transparenter zu positionieren. Das neue Erscheinungsbild und die persönlichere Vorstellung unterstreichen den einzigartigen künstlerischen Ansatz, der TextLoft von anderen Textunternehmen unterscheidet. Die kreative Leistung in all ihrer Individualität, der Text als Objekt und Unikat und die Beziehung zwischen Auftraggeber (nicht: Kunde) und Textkünstler (nicht: Dienstleister) werden kompromissloser angesprochen.

Gleichzeitig ist dadurch dem System aus Blog, Fanpage und Twitter eine neue Funktion zugekommen. Das Blog bleibt natürlich der Schreibort zum Themenfeld „Leben und Schreiben“, wobei zudem die Vorstellung neuer aktueller Projekte und Arbeitsphasen einen lebendigeren Einblick in die tägliche Arbeit vermitteln soll. So können sich auch Leser, die TextLoft nicht in den Social Media folgen möchten, hier im Blog direkt über Neuigkeiten informieren, die Entwicklung von TextLoft verfolgen und sich ein Bild davon machen, wie der ganze normale Alltag des Schreibens in der Praxis aussieht. Die Fanpages werden weiterhin zur Veröffentlichung aktueller Meldungen oder kurzfristiger Aktionen genutzt – an jedem Freitag, dem „Follow Friday“, wird dort über die Ereignisse der vergangenen Woche berichtet. Die Arbeit auf Twitter wurde in den letzten Wochen deutlich in Sachen Positionierung und Prospektion intensiviert.

Die neue Struktur ist schlüssig, klar und ausgewogen, und bietet somit einen ruhebringenden und fruchtbaren Hintergrund für die geplanten neuen Projekte.
Klare Strukturen – eines New Yorker Lofts würdig …