{"id":532,"date":"2013-08-06T11:58:14","date_gmt":"2013-08-06T10:58:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textloft.de\/auf-papier\/?p=532"},"modified":"2017-02-06T22:26:30","modified_gmt":"2017-02-06T21:26:30","slug":"einen-fullfederhalter-richtig-testen-teil-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.textloft.de\/auf-papier\/einen-fullfederhalter-richtig-testen-teil-iii\/","title":{"rendered":"Einen F\u00fcllfederhalter richtig testen \u2013 Teil III"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Test auf unterschiedlichen Papieren \u2013 die Feder<\/strong><\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Feder l\u00e4sst sich am besten mit dem Versuch beurteilen, auf unterschiedlichen Papieren zu schreiben. Grunds\u00e4tzlich ist zwar nicht zu erwarten, dass ein F\u00fcller auf allen Papieren gleicherma\u00dfen gut schreibt&nbsp;&#8211; und Naturpapiere sollten aus naheliegenden Gr\u00fcnden ausgenommen werden&nbsp;-, allerdings kommt eine hochwertige und gut gew\u00e4hlte Feder mit einer relativ gro\u00dfen Bandbreite von Materialien zurecht, w\u00e4hrend eine eher minderwertige oder nicht passende Feder die Auswahl stark einschr\u00e4nken wird. Nat\u00fcrlich muss ein wenig differenziert werden, denn h\u00e4rtere Federn stellen andere Anforderungen an den Schreibuntergrund als elastischere&nbsp;&#8211; im Allgemeinen harmonieren h\u00e4rtere Federn z.B. schlechter mit sehr glatten Papieren wie <em>Clairefontaine<\/em>&nbsp;&#8211; und auch die Federbreite spielt eine Rolle, aber auch unabh\u00e4ngig davon lassen sich gro\u00dfe Abweichungen im Toleranzverhalten feststellen.<br \/>\nWer bereits Erfahrungen mit ersten F\u00fcllern gesammelt hat, wird sicher ein Papier kennen, auf dem alle Federn bisher ein gutes und durchg\u00e4ngiges Schriftbild erzielt haben. Zu den Papieren, die zuverl\u00e4ssige erste Werte liefern, geh\u00f6ren u.a. <em>Oxford, Moleskine, Conqueror<\/em> oder <em>Precioso<\/em>&nbsp;&#8211; wobei diese Liste bei weitem nicht ersch\u00f6pfend ist. Schreibt der F\u00fcller schon auf diesen Papieren schlecht, er\u00fcbrigen sich weitere Tests.<br \/>\nDanach k\u00f6nnen die Ergebnisse anhand anderer Papiere verfeinert werden, wobei m\u00f6glichst viele Sorten und Preisklassen ber\u00fccksichtigt werden sollten&nbsp;&#8211; Briefpapier, Terminkalender, Collegebl\u00f6cke sind hier hilfreich.<\/p>\n<p>Verl\u00e4uft der Test auf jedem Papier gleicherma\u00dfen unerfreulich, kann dies drei Gr\u00fcnde haben: Die Feder ist von schlechter Qualit\u00e4t, die Federeigenschaften sind f\u00fcr die jeweilige Handschrift nicht geeignet, die Federst\u00e4rke ist falsch gew\u00e4hlt.<br \/>\nIm ersten Fall ist kaum etwas zu machen, in den beiden anderen lassen sich zumindest Lehren f\u00fcr die Zukunft ziehen.<\/p>\n<p>Jeder Mensch h\u00e4lt sein Schreibger\u00e4t in einem einzigartigen Winkel und belastet die Feder an bestimmten Punkten mehr als andere. Deshalb sollte ein eingeschriebener F\u00fcller nicht verliehen oder von mehreren Personen benutzt werden. Einige halten den F\u00fcller ein wenig nach links geneigt, andere nach rechts, einige sehr flach, andere sehr steil. Manche wiederum wechseln st\u00e4ndig den Schreibwinkel, so dass die Feder an allen Seiten und Kanten schreibbereit sein muss. Nicht jede Feder zeigt sich hier verst\u00e4ndnisvoll und arbeitet auch dann mit, wenn der tats\u00e4chliche Winkel nicht der theoretisch idealen Neigung zum Papier entspricht. Wer also nicht st\u00e4ndig (oder gar nicht) eine perfekte schulm\u00e4\u00dfige Schreibger\u00e4thaltung pflegt, sollte darauf achten, eine Feder auszusuchen, die sich tolerant und anpassungsf\u00e4hig zeigt.<br \/>\nDabei darf allerdings nicht vergessen werden&nbsp;&#8211; dies gilt insbesondere f\u00fcr F\u00fcllerneulinge&nbsp;-, dass die Hand eine gewisse Zeit braucht, um sich an ein neues Schreibger\u00e4t zu gew\u00f6hnen. Damit ist nicht nur der Wechsel zwischen Kugelschreiber, Bleistift, Filzstift und F\u00fcllfederhalter gemeint: L\u00e4nge, Gewicht, Durchmesser, Form, Oberfl\u00e4che m\u00fcssen von der Hand erst verinnerlicht werden. Ein Urteil sollte also auf keinen Fall vorschnell erfolgen.<br \/>\nProbleme k\u00f6nnen auch von der falschen Federst\u00e4rke verursacht werden. Oft w\u00e4hlen Menschen mit kleinerer Handschrift ganz automatisch die F-Feder, was zwar logisch erscheint, aber durchaus kontraproduktiv sein kann, wenn zum Beispiel Ober- und Unterl\u00e4ngen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ausladend ausfallen oder immer sehr schnell geschrieben wird.<\/p>\n<p>Manche Schwierigkeiten mit Strichzuverl\u00e4ssigkeit und Schriftbild r\u00fchren aber nicht von der Feder allein, sondern von der Zusammenarbeit zwischen Tintenleiter und Feder. Dies kann im n\u00e4chsten Schritt gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Test auf unterschiedlichen Papieren \u2013 die Feder Die Qualit\u00e4t der Feder l\u00e4sst sich am besten mit dem Versuch beurteilen, auf unterschiedlichen Papieren zu schreiben. 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