{"id":216,"date":"2009-07-19T16:29:45","date_gmt":"2009-07-19T15:29:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textloft.de\/auf-papier\/?p=216"},"modified":"2017-02-06T22:28:28","modified_gmt":"2017-02-06T21:28:28","slug":"wundermittel-bleistift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.textloft.de\/auf-papier\/wundermittel-bleistift\/","title":{"rendered":"Wundermittel Bleistift"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die eigene Handschrift f\u00f6rdern &#8211; Teil II<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Der Bleistift hat keine Lobby \u2013 dient er doch prim\u00e4r dem Zeichnen oder Konzepten und Entw\u00fcrfen. Auf der Suche nach der eigenen Handschrift sind Schreib\u00fcbungen mit dem Bleistift allerdings regelrecht unentbehrlich.<\/p>\n<p>Die Urspr\u00fcnglichkeit dieses Schreibinstruments ist einer seiner gr\u00f6\u00dften Vorteile. Wer insbesondere oft mit schwereren Schreibger\u00e4ten wie Kugelschreibern gr\u00f6\u00dferen Durchmessers oder luxuri\u00f6sen F\u00fcllfederhaltern schreibt, tut gut daran, wenigstens ab und zu den Weg zum Bleistift wiederzufinden.<\/p>\n<p>Bleistifte sind leicht und d\u00fcnn, so dass sie auch von feinmotorisch wenig Ge\u00fcbten nicht als belastend oder umst\u00e4ndlich zu handhaben empfunden werden.<\/p>\n<p>Was jeder aber insbesondere durch die \u00dcbung mit dem Bleistift wahrnehmen kann, ist der Druck.<br \/>\nDurch die Verwendung vieler f\u00fcr die eigene Hand oft ungeeigneter Schreibger\u00e4te, wie wahllos gegriffene Werbekugelschreiber und dergleichen, verlernen viele, welchen Druck sie nat\u00fcrlicherweise auf das Papier aus\u00fcben w\u00fcrden. Die Verwendung eines Bleistifts gibt das Gef\u00fchl f\u00fcr den eigenen Scheibdruck zur\u00fcck, der ein sehr wesentliches Schriftmerkmal ist.<\/p>\n<p>Zudem wird das Schreiben mit dem Bleistift zu einem ausgesprochen sinnlichen Erlebnis, denn die Schrift wird durch das Streicheln, Kratzen, Gleiten und F\u00fchren der Grafitmine auf dem Papier deutlicher h\u00f6rbar, als es mit den meisten anderen Stiften der Fall ist.<\/p>\n<p>Wird der richtige Bleistift gew\u00e4hlt, wird die \u00dcbung durch weitere Faktoren vervollst\u00e4ndigt. Hierbei empfiehlt es sich, auf eine etwas h\u00e4rtere Mine zur\u00fcckzugreifen, als diejenige, die man \u00fcblicherweise verwendet w\u00fcrde. Grunds\u00e4tzlich sollte die H\u00e4rte HB als absoluter Grenzwert angesehen werden: Weichere Stifte sind f\u00fcr eine solche \u00dcbung in der Regel eher ungeeignet, da sie einen zu geringen Widerstand bieten, keine tats\u00e4chliche Wahrnehmung der Schreibbewegung und somit kein wirklich bewusstes Schreiben erm\u00f6glichen. Eben jener Widerstand, den das Papier gegen die Hand leistet, geh\u00f6rt zu den Erfahrungswerten, die f\u00fcr die Entwicklung oder Wiederentdeckung der eigenen Handschrift wesentlich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit dem Bleistift wird die Hand au\u00dferdem gezwungen, die Zeichen vollst\u00e4ndig auszugestalten, was mit einem F\u00fcller oder einem Kugelschreiber aufgrund des Tintenflusses nicht zwangsl\u00e4ufig notwendig ist.<\/p>\n<p>Zur Bewusstwerdung des Schreibvorgangs ist ein Bleistift also ein \u00fcberaus n\u00fctzliches Instrument.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die eigene Handschrift f\u00f6rdern &#8211; Teil II Der Bleistift hat keine Lobby \u2013 dient er doch prim\u00e4r dem Zeichnen oder Konzepten und Entw\u00fcrfen. Auf der Suche nach der eigenen Handschrift sind Schreib\u00fcbungen mit dem Bleistift allerdings regelrecht unentbehrlich. Die Urspr\u00fcnglichkeit dieses Schreibinstruments ist einer seiner gr\u00f6\u00dften Vorteile. 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